Vertrauen in Raiffeisen wächst weiter

KommR Betriebsökonom Wilfried Hopfner, Dipl.-Ing. Andreas Dorner, Mag. Michael Alge, Dr. Jürgen Kessler, DVw. Dr. Walter Hörburger, Mag. Gert Fenkart
KommR Betriebsökonom Wilfried Hopfner, Dipl.-Ing. Andreas Dorner, Mag. Michael Alge, Dr. Jürgen Kessler, DVw. Dr. Walter Hörburger, Mag. Gert Fenkart

2016 war für die größte Bankengruppe des Landes ein erfolgreiches Geschäftsjahr: Die Vorarlberger Raiffeisenbanken konnten deutlich mehr Kredite vergeben und mehr Einlagen der Vorarlberger entgegennehmen. Mit neuen Akzenten will Raiffeisen diese positive Entwicklung fortführen, wie KommR Betriebsökonom Wilfried Hopfner, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenlandesbank Vorarlberg, bei der Bilanzpressekonferenz am 26. April betont.

Verändertes Kundenverhalten, neue Mitbewerber, stark zunehmende Regulatorik – Banken stöhnen allerorts über die Schwierigkeiten ihrer Branche. Die Vorarlberger Raiffeisenbanken gehen einen anderen Weg: Sie setzen auf ihre bewährten Stärken und machen aus den Herausforderungen von heute Möglichkeiten für ihre Kunden. Der bewusste Einsatz für die kompetente Beratung vor Ort und der weitere Ausbau der Online-Services gehören hier ebenso dazu wie das neue Projekt „Alles klar?!", mit dem die Raiffeisen Bankengruppe Vorarlberg (RBGV) den Menschen einfacher zu Finanzwissen verhelfen will. Die Bilanzzahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres bestätigen die Strategie der Raiffeisenbanken.
 

Eine Milliarde Euro für Vorarlberg

„Wir konnten den Vorarlberger Haushalten und der Vorarlberger Wirtschaft 2016 eine Milliarde Euro an neuen Krediten zur Verfügung stellen", resümiert Wilfried Hopfner. Die Kredite, welche die Raiffeisen Bankengruppe Vorarlberg ausgereicht hat, stiegen 2016 um 4,4 Prozent auf insgesamt 7,7 Mrd. Euro. Die von der Raiffeisenlandesbank ausgereichten Kredite stiegen sogar um 6,9 Prozent. Zugleich wuchsen auch die Einlagen der Kunden bei der RBGV um 4,7 Prozent auf 7,8 Mrd. Euro an. „Das Vertrauen in die Vorarlberger Raiffeisenbanken ist im vergangenen Jahr nochmals gestiegen. Dafür bedanken wir uns bei den Menschen im Ländle", so Wilfried Hopfner. „Die Vorarlberger unterscheiden ganz offensichtlich zwischen gewöhnlichen Finanzinstituten und genossenschaftlichen Regionalbanken."
 

Starke wirtschaftliche Grundlage

Wichtige Kennzahl der ökonomischen Stärke einer Bank ist ihr Eigenkapital. Dieses hat sich bei der Raiffeisen Bankengruppe Vorarlberg im vergangenen Jahr um 17,5 Prozent auf 1,068 Mrd. Euro verbessert. Die Quote errechnet sich daher mit sehr guten 16,4 Prozent. Lediglich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit konnte, wie es bereits eingeplant war, zu den vergangenen Jahren nicht gehalten werden. Einmaleffekte im Jahr 2015 führten im Jahresvergleich zum erwarteten Rückgang. Mit einem EGT von 57,7 Mio. Euro unterstreicht aber die RBGV auch 2016 die eigene wirtschaftliche Kraft.
 

Genossenschaftlich mehr erreichen

Fünf neue Genossenschaften in den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen konnten 2016 dank der Unterstützung von Raiffeisen in Vorarlberg gegründet werden. „Vorarlberg und einzelne Regionen verdanken den neuen Genossenschaften viele positive Impulse. Hieran arbeiten wir gerne mit“, so Vorstandsvorsitzender-Stellvertreter Dr. Jürgen Kessler. Der Trend zu dieser Rechtsform ist seit Jahren ungebrochen: Etwa ein Viertel der Genossenschaften im Revisionsverband der RLBV wurde erst in den letzten zehn Jahren gegründet. Der neu gewählte Aufsichtsratsvorsitzende der Raiffeisenlandesbank Vorarlberg Dipl.-Ing. Andreas Dorner fügt hinzu: „Gemeinsam mehr erreichen zu können als alleine, ist ein Grundgedanke von Raiffeisen, der heute mehr denn je seine Kraft zeigt.“
 

Sehr gute Risikoposition

Die hervorragende wirtschaftliche Situation Vorarlbergs schlägt sich auch in den Risikovorsorgen der RBGV positiv nieder. „Die einzubuchenden Kreditrisiken lagen sogar geringfügig unter dem Budget für 2016“, stellt Risikovorstand und Vorstandsvorsitzender-Stellvertreter Mag. Michael Alge zufrieden fest. „Wir haben damit für die bekannten Kreditrisiken sehr gut vorgesorgt.“
 

Raiffeisen Bankengruppe Vorarlberg

  • Forderungen an Kunden 7,7 Mrd. Euro (+4,4 %)
  • Einlagen von Kunden 7,8 Mrd. Euro (+ 4,7 %)
  • Eigenmittel 1,07 Mrd. Euro (+ 17,5 %)
  • Gesamtkapitalquote 16,4 %
  • Betriebsergebnis: 55,9 Mio. Euro (+ 10,9 %)
  • EGT: 57,7 Mio. Euro (-10,7 %)

  

Alles klar?!

Dass Raiffeisen mehr ist als eine Bank, beweist die Raiffeisenlandesbank Vorarlberg auch in ihrem Nachhaltigkeitsbericht. Darin macht sie ihre Arbeit transparent: Von Einsparungen im Stromverbrauch der Bank, der Förderung sauberer Mobilität der eigenen Mitarbeiter, Initiativen zur sozialen Absicherung des Teams, vom grünen Angebot bei Finanzprodukten und von der finanziellen Unterstützung regionaler Projekte ist darin zu lesen. Auch macht die Bank deutlich, wo sie selbst noch Aufholpotenzial sieht. Hier spricht die RLBV aus, was andere gerne über sich verschweigen.

Perfekt in dieses Engagement reiht sich das neue Projekt „Alles klar?!". Damit betont die Regionalbank ihren Charakter als Beraterbank: Gleich mehrere Projekte sollen die Menschen darin unterstützen, selbst fit in Finanzfragen zu werden. Kooperationen mit Schulen und die Vereinfachung der eigenen Verträge werden dafür in den nächsten Monaten umgesetzt. Erstes Ergebnis ist das „1x1 der Bankensprache", das jeder auf der Website der RLBV abrufen kann und dort auch selber Fragen stellen kann: www.rlbv.at/1x1.
 

Der Geschäftsbericht 2016 der Raiffeisenlandesbank Vorarlberg ist online abrufbar unter www.raiba.at/geschaeftsbericht/2016.

Der Nachhaltigkeitsbericht 2016 der Raiffeisenlandesbank Vorarlberg ist zu finden unter www.raiba.at/nachhaltigkeitsbericht/2016